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Mitglied des Europäischen Parlaments

Martina Werner - Europa neu denken.

Schluss mit A+++ beim Energielabel

Einigung zu neuen Effizienzklassen für Elektrogeräte

Mehr Durchblick beim Kauf von Waschmaschine oder Staubsauger: Die irrefĂŒhrenden A+++-Klassen auf dem Energielabel gehören bald der Vergangenheit an. Die gĂ€ngigsten HaushaltsgerĂ€te sollen bis spĂ€testens Ende 2019 mit einem neuen Energielabel ausgestattet werden. Das hat das Europaparlament am Dienstag, 13. Juni, beschlossen. Das neue Label hat eine einheitlich Effizienzskala von A bis G, wobei „A“ fĂŒr die beste und „G“ fĂŒr die schlechteste Effizienzklasse steht. „Der Verbraucher kann beim Kauf von ElektrogerĂ€ten dank der klaren Effizienzskala von A bis G auf einen Blick erkennen, ob es sich um ein umweltfreundliches GerĂ€t handelt oder um einem Stromfresser. Das ist ein großer Erfolg fĂŒr den Verbraucherschutz“, sagt Martina Werner, energie- und industriepolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten.

Eine Reform der Energielabel war aufgrund des rasanten technologischen Fortschritts und der ĂŒberproportionalen Einordnung der ElektrogerĂ€te in die besten Effizienzklassen notwendig. Die Unterschiede zwischen diesen GerĂ€ten lassen sich derzeit nicht mehr erfassen. Hinzu kommt, dass A+ fĂŒr einige Produktgruppen die beste und fĂŒr andere die schlechteste Effizienzklasse ist. DarĂŒber hinaus haben die Produktgruppen fast alle komplett unterschiedliche Skalierungen: A+++ bis D oder A bis G. Das Energielabel wird somit der Aufgabe als verbraucherfreundliches Instrument nicht mehr gerecht. „Das neue Energielabel kann Verbrauchern die Kaufentscheidung fĂŒr energieeffiziente Produkte wieder erleichtern und tatsĂ€chlich beim Strom und Geld sparen helfen“, so Martina Werner.

Die Verordnung sieht auch eine Verbesserung der MarktĂŒberwachung in den EU-Mitgliedstaaten vor. HierfĂŒr soll eine Datenbank mit einer öffentlich zugĂ€nglichen Informationsseite fĂŒr Verbraucher und einer geschĂŒtzten Plattform mit technischen Daten fĂŒr nationale MarktĂŒberwachungsbehörden eingerichtet werden. „Nach den Erfahrungen der AbgasaffĂ€re war die StĂ€rkung der MarktĂŒberwachung fĂŒr uns Sozialdemokraten ein zentrales Anliegen“, betont Martina Werner. „Verbraucher können mit ein paar Klicks die Stromfresser beziehungsweise Stromsparer unter den Produkten identifizieren. Wer Energie sparen will, hat es damit so einfach wie nie“, erklĂ€rt Martina Werner.

Das EU-Parlament hat auf Druck der Sozialdemokraten außerdem dafĂŒr plĂ€diert, dass Verbraucher fĂŒr den Kauf von ElektrogerĂ€ten mit inkorrekten Effizienzklassen entschĂ€digt werden. „Eine finanzielle EntschĂ€digung der Verbraucher fĂŒr den Kauf falsch etikettierter ElektrogerĂ€te ist leider an den Mitgliedstaaten gescheitert. In einer politischen ErklĂ€rung erkennt die EU-Kommission immerhin an, dass die Gesetzgebung im Bereich des Verbraucherschutzes nicht auf den Kauf von GerĂ€ten mit falschen Angaben zum Energieverbrauch eingeht. Jetzt muss sie im Plenum Rede und Antwort stehen zu dieser GesetzeslĂŒcke.“


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© Martina Werner
Datum des Ausdrucks: 17.10.2017