Martina Werner spricht bei Plenardebatte im EU-Parlament zur Volkswagen-Affre

Schnelle Aufklrung im Interesse der VW-Beschftigten und Kunden

Aufklärung und Transparenz. Beides muss im Mittelpunkt der VW-Bemühungen
stehen, Klarheit im Fall um manipulierte Abgastests zu schaffen. „16.000 Menschen
bauen alleine in Nordhessen Autos mit dem VW-Logo. Dazu kommen Tausende
Beschäftigte bei Zuliefererbetrieben. Es geht darum, das Vertrauen der Mitarbeiter
und der Kunden in die Marke und die Konzernführung wiederherzustellen. Die
Unternehmensspitze darf jetzt keine Fragen offen lassen und der Blick auf die
Kosten kann keine Rolle spielen“, unterstreicht die industriepolitische Sprecherin
der SPD-Europaabgeordneten Martina WERNER am Dienstag während der
Plenardebatte in Straßburg.

Die EU-Kommission arbeitet derzeit an einem neuen Testverfahren, das die
Abgaswerte während des Alltagsgebrauchs berücksichtigt. Diskutiert wird noch
über das Datum der Einführung und einen möglichen Toleranzwert während einer
Übergangszeit. „Verbraucherinnen und Verbraucher haben das Recht, zu wissen, welche Emissionen ihr Fahrzeug tatsächlich ausstößt. Ein rein theoretischer Laborwert bringt niemandem etwas“, kommentiert die nordhessische Sozialdemokratin. „VW und andere europäische Autohersteller sollten jetzt zwei Gänge hochschalten und für eine rasche Ausarbeitung und Umsetzung des neuen Testverfahrens eintreten. Damit können sie schnell Vertrauen in die Zuverlässigkeit der EU-Autoindustrie zurückgewinnen.“

„Der Manipulationsskandal kann auch als Anstoß für die Branche genutzt werden, noch stärker in die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Antriebe zu investieren. Dazu gehören beispielsweise Elektro- und Hybridmotoren, bei denen derzeit asiatische und amerikanische Hersteller die Nase vorne haben“, regt Martina WERNER an. „Auf diese Weise kann die Krise der Ausgangspunkt für eine starke Neuaufstellung einer der wichtigsten Branchen der europäischen Industrie sein. 'Made in Germany' und 'Made in Europe' ist immer noch ein Ausweis von hoher Qualität und Innovationskraft. Vor allem im Interesse der Beschäftigten muss es unser aller Ziel sein, dass das so bleibt.“

© Martina Werner, MdEP
Datum des Ausdrucks: 18.02.2019